Politik/CAP

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Centrum für angewandte Politikforschung

  • Mit Bertelsmann auf dem Weg zur europäischen Atombombe?: "Nur im Szenario Supermacht Europa wird das große Europa seinem objektiven Weltmachtpotential gerecht. (...) Der Aufbau der Vereinten Europäischen Strategischen Streitkräfte, die sich unter einem gemeinsamen europäischen Oberkommando des Atomwaffenpotenzials Frankreichs und Großbritanniens bedienen können, wird die internationale Rolle der EU verändern. (...) Die Supermacht Europa verabschiedet sich endgültig von der Idee einer Zivilmacht und bedient sich uneingeschränkt der Mittel internationaler Machtpolitik." Quelle: Centrum für Angewandte Politikforschung, Europas Zukunft, München, Mai 2003. Zitiert nach: Gerald Oberansmayr: Auf dem Weg zur EU-Atombombe? Paris und London rüsten atomar auf. Berlin will die "europäische Atombombe". In Wien finden sich willige Assistenten. Und die Friedensbewegung bringt einen vorlauten Militaristen ins Stolpern. In FF2/2006 http://www.friedenskooperative.de/ff/ff06/2-50.htm
  • Kronauer, Jörg: Zeit für Plan B. Nach der Ablehnung der EU-Verfassung in Frankreich und den Niederlanden arbeiten deutsche Think Tanks daran, auf andere Weise den Einfluss Deutschlands zu vergrößern. Jungle World, Nummer 24 vom 15. Juni 2005. Das Desaster nimmt seinen Lauf.« Etwas resigniert zog Werner Weidenfeld, Direktor des »Centrums für angewandte Politikforschung« (CAP), in der Neuen Westfälischen das Resumee aus der französischen und der niederländischen Absage an den EU-Verfassungsvertrag. »Einer der großen historischen Versuche, Europa eine zuverlässige politische Ordnung zu geben, dürfte damit gescheitert sein«, schrieb der Politikberater und fragte schließlich: »Was ist zu tun?« http://www.jungle-world.com/seiten/2005/24/5672.php
  • Florian, Daniel: Benchmarking Think Tanks. Wandlungsstrategien akademischer Think Tanks im Vergleich. "Finanziert wird das CAP durch Drittmittelprojekte und die Förderung von derzeit 35 Geldgebern, allen voran der Bertelsmann Stiftung (Gütersloh). Die Trennung zwischen CAP und Bertelsmann Stiftung ist jedoch teilweise diffus: Sowohl Werner Weidenfeld, Direktor des CAP, und sein Stellvertreter Josef Janning sind gleichzeitig Mitglieder im Präsidium bzw. der Geschäftsführung der Bertelsmann Stiftung. Die enge Zusammenarbeit mit der Stiftung führt zu vielen positiven Synergieeffekten (etwa was das Netzwerk des CAP angeht) und zu einem Zugang zu zusätzlichen finanziellen Mitteln (die Bertelsmann Stiftung hatte 2003 ein Budget von fast 70 Mio. Euro), die es dem CAP erlauben, sehr große Konferenzen (mit-) auszurichten. Allerdings birgt dies auch die Gefahr einer Abhängigkeit des CAP von der Bertelsmann Stiftung: Letztere betreibe, so Winand Gellner, „gewissermaßen Lobbyarbeit“, und da das Copyright bei Bertelsmann nie bei den Autoren bleibe, könne es passieren, dass Ergebnisse nicht veröffentlicht werden, wenn sie dem Medienkonzern nicht genehm seien. Wirklich politisch unabhängig ist also auch das CAP nicht." http://www.thinktankdirectory.org/downloads/041010-dfo-benchmarking.pdf
  • Deutsche Atomwaffen "diskussionswürdig"? www.german-foreign-policy.com: Diskussionswürdig 27.01.2006 "[...]In einem deutschen Strategiepapier zur Zukunft der Europäischen Union warben die Regierungsberater des Centrums für angewandte Politikforschung (CAP) im Jahre 2003 für die deutsche Vision vom "Aufbau der Vereinten Europäischen Strategischen Streitkräfte (VESS), die sich unter einem gemeinsamen europäischen Oberkommando des Atomwaffenpotenzials Frankreichs und Großbritanniens bedienen können". Die Financial Times Deutschland, im Mitbesitz des Medienkonzerns Bertelsmann, dessen Konzernstiftung eng mit dem CAP kooperiert, erklärt nun in einem Leitartikel die Scholz' Forderung nach eigenen Atomwaffen für "durchaus diskussionswürdig". Irreführend sei lediglich seine Begründung, da der globale Terrorismus sich der Logik der zwischenstaatlichen atomaren Abschreckung entziehe. [...]" http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/56219
  • Tanja Stelzer: Vordenker und graue Eminenz. Politikberater nehmen Einfluß auf die Einflußreichen. 13.05.1999, Die Zeit. "Wirklich politisch unabhängig ist keine dieser Institutionen, auch das CAP nicht. Der größte von 35 Geldgebern des CAP etwa ist die Bertelsmann Stiftung. Diese betreibe "gewissermaßen Lobbyarbeit", sagt Winand Gellner, Politikprofessor an der Passauer Universität und Autor einer Studie über amerikanische und deutsche Ideenagenturen. "Bei Bertelsmann bekommt der Autor nie das Copyright", sagt er. Da könne es schon passieren, daß "die Ergebnisse im Schreibtisch liegenbleiben" - wenn sie dem Medienkonzern nicht genehm sind." Kommentar: Dieser Artikel befindet sich auf der CAP-eigenen Website. Das CAP macht also nicht einmal einen Hehl daraus, von den Privatinteressen des Bertelsmann-Konzerns abhängig zu sein. Fragt sich, womit noch der steuerbegünstigende Gemeinnützigkeitsstatus der Stiftung gerechtfertigt ist. Weiter zum Artikel: http://www.cap-lmu.de/aktuell/pressespiegel/1999/vordenker_eminenz.php
  • Ähnlich argumentiert auch Werner Weidenfeld, Direktor des Centrums für angewandte Politikforschung (CAP) in München und Präsidiumsmitglied der einflussreichen Bertelsmann-Stiftung. Das Bruttosozialprodukt der Europäischen Union sei um 15 Prozent größer als das der USA, der Anteil am Welthandel liege um ein Drittel höher. Die EU habe also das Potenzial zur Weltmacht. Allein, es fehle noch ein »operatives Zentrum«, das Weidenfeld sich von einer »Union von Deutschland und Frankreich« verspricht, die einem künftigen Vereinigten Europa vorausgehen solle. Erst wenn es gelinge, eine »Kultur des weltpolitischen Denkens zu entwickeln«, werde Europa eine »markante gestalterische Relevanz entfalten«.
  • anton landgraf: Europäische Patrioten. Der Versuch, durch Abgrenzung von den USA eine eigene europäische Identität zu schaffen, funktioniert nur mit Hilfe von Projektionen. Jungle World, Nummer 43 vom 15. Oktober 2003 "[...] Als nächsten Schritt müssen die EU-Staaten daher ihre nationalen Kapazitäten zusammenlegen und eine gesamteuropäische Streitkraft schaffen. Nur mit Hilfe der »Vereinigten Streitkräfte von Europa«, erklärten kürzlich einige CAP-Autoren in der Frankfurter Rundschau, seien »die neuen geostrategischen Herausforderungen« zu bewältigen." http://www.jungle-world.com/seiten/2003/42/1834.php

Siehe auch

  EU, Außen- und Sicherheitspolitik
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