Kunst und Gesellschaft
Aus Bildungswiki
Wann und wo: Ab dem 15.10.08 jeden Mittwoch um 20.00 Uhr im New Yorck 59 (Mariannenplatz 2, 10999 Berlin U-Bhf. Görlitzer Bahnhof, Kottbusser Tor), Raum 3 Kontakt: sascha.roeder at gmail.com, clara.luise.schumann at gmail.com
Spätestens seit Kants „Kritik der Urteilskraft“ gilt Kunst als autonom. Die Initiator_innen des Lesekreises schlagen vor, verschiedene Komponenten des Autonomiebegriffs in historischer wie aktueller Perspektive anhand literarischer und ästhetischer Texte zu entfalten: Inwiefern können ästhetische Produktion und Erfahrung als „autonom“ gekennzeichnet werden? Welche ästhetischen Verfahren kommen bei der Transformation von Realität, insbesondere bei der von politischen Ereignissen und Prozessen, zur Anwendung? Und: Bietet Literatur einen Anhaltspunkte für avanciertes gesellschaftliches Handeln oder hat sie durch den „literarischen Markt“ längst ihre Autonomie beziehungsweise die ihr zugerechnete Widerständigkeit verloren?
Eine erste Annäherung möchten wir mit einem Aufsatz des französischen Philosophen Jacques Rancière („The Aesthetic Revolution and its Outcomes“) versuchen, dessen dichtes Verweisungsgeflecht uns die Möglichkeit gibt, ihn mit Auszügen aus den ästhetischen Schriften Kants, Hegels und anderen zusammen zu lesen. Dadurch können die mit „Autonomie“ in Beziehung stehenden Begrifflichkeiten in ihrer historischen Tiefe schrittweise erhellt werden.
Der Lesekreis ist als Einstieg und Überblick konzipiert. Diejenigen, die Lust haben mitzulesen und zu diskutieren, sind herzlich willkommen.
Die Texte werden den TeilnehmerInnen jeweils als Kopiervorlage zur Verfügung gestellt.
