Kritische Psychologie vs. Psychoanalyse

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- Lesekreis zu "Motivation 2" von Ute Osterkamp


Für eine vernünftige Gesellschaftstheorie braucht man eine angemessene Konzeption von menschlichem Antrieb und menschlichem Handeln. Häufig wird dafür auf die Psychoanalyse zurückgegriffen, mindestens von Kritischen Psychologen jedoch wird sie als wenig brauchbar für eine emanzipatorische Gesellschaftskritik eingestuft. In "Motivation 2" hat Ute Osterkamp die Kritik an der Psychoanalyse detailliert ausgeführt und bietet Kritisch psychologische Reformulierungen der psychoanalytischen Konzepte an.

Wir wollen diskutieren, was von der Kritik zu halten ist und nebenbei ganz viel über psychoanalytische Theorie und Kritische Psychologie lernen. Am Ende kommen wir vielleicht zu Schlußfolgerungen wie: Wer hat denn nun recht? Ist die Kombination von Marxismus und Psychoanalyse tatsächlich unsinnig, da von einander ausschließenden Annahmen ausgegangen wird (wie die Kritischen Psychologen behaupten)? Oder fällt die Kritische Psychologie unter Adornos Verriss der "Revidierten Psychoanalyse" (wie Anhänger der Psychoanalyse zum Teil behaupten)? Und vielleicht kommen wir ja sogar zu differenzierteren Einsichten.

Sinnvoll ist etwas Vorwissen zu freudscher Psychoanalyse und /oder Kritischer Psychologie.

Zeit: Dienstag 20 - 22 Uhr, 14-tägig
1. Treffen Dienstag 28.10.08

Wir lesen: Ute Holzkamp-Osterkamp, "Motivationsforschung 2. Die Besonderheit menschlicher Bedürfnisse - Problematik und Erkenntnisgehalt der Psychoanalyse", Frankfurt 1978.

Infos: josu444 at web.de

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