Global Actionday
Aus Bildungswiki
Auf dem zweiten Summercamp of Resistance, welches dieses Jahr auf dem Camp.Inski stattfand, wurde von Studierenden aus Deutschland, Frankreich, Russland und Polen, überlegt, einen globalen Aktionstag im November auszurufen. Als möglicher Termin wurde der 30. November überlegt, als Aktionsform wurde sich bisher über eine reclaim the streets party unterhalten. Momentan ist das Wiki hier als Arbeitsplattform überlegt worden, eine Mailingliste wurde abgelehnt. Als nächstes Treffen wurde sich für das Bildungscamp in Bochum entschieden, auf dem auch zeitgleich ein Treffen zum Gebührenboykott stattfinden soll.
WICHTIG: auf dem europäischen Sozialforum gab es ein internationales Treffen von Studierenden, welches den 17. November als weltweiten studentischen Aktionstag / Aktionswoche ausrief. Auf dem Camp fehlte leider dieses Datum, aber durch irgendeine UN-Veranstaltung kam es dabei zum Missverständniss. Es erscheint sinnig, den Aktionstag auf den 17. November zu legen, wenn dazu schon international aufgerufen wurde! -> Bei google findet sich nichts dazu, auch nicht auf den einschlägigen Seiten. Nur eine Aufzeichung bei einer Demo in Hamburg, wo ein Redner davon berichtete. Kann ja auch sein, dass die Idee doch noch nicht so fest war. Dann würd ich aufgrund des Castors doch den 29. oder 30. wählen.
- Protokoll des Treffens auf dem Summercamp of Resistance @ Camp Inski
Anwesende:
StudentInnen aus Rußland, Polen, Frankreich, Bochum, Leipzig, Hamburg (offene Gruppe), Köln, Bonn (freie Bildung), Stuttgart, Berlin, Heidelberg, Oldenburg, Offenbach, Frankfurt/Main
Tops:
1. Gebühren-Boykott
2. Zukunftsaussichten/ Planungen fürs Ws 06/07
3. G8-Mobilisierung
4. Repression
5. Vernetzung mit Frankreich, Russland, Polen
6. Elite-Wettbewerb
7. Bologna-Prozess
8. Internationaler Tag der Bildung der UN im November
Zu Top 3: G8-Mobilisierung
Studiengebühren bei uns stehen in einem gemeinsamen Kontext mit z.B. dem Abbau von Lehrerstellen in Afrika und sind nur eine Komponente von weitgehenden Prozessen der Privatisierung des Bildungswesens weltweit, vorangetrieben durch die G8.
Mit dem GATS (General Agreement on Trade in Services, Allgemeines Abkommen für den Handel mit Dienstleistungen, seit 1.1.1995 in Kraft) wurde von der WTO das erste multilaterale Abkommen für diesen Bereich geschaffen. Der vorgesehene Regelungsbereich ist gigantisch: Post- und Telekommunikation, Energie- und Wasserversorgung, Banken, Versicherungen, medizinische und soziale Dienste, Tourismus, Transport, Handel, Bauwesen, Bildung, Kultur: kein Sektor ist grundsätzlich ausgenommen. Es fördert also nicht nur die Ökonomisierung von Bildung, sondern auch die Kommerzialisierung weiterer Lebensbereiche.
• Die Anwesenden positionieren sich als anti-kapitalistisch und Teil der Anti-G8-Bewegung
• Wer trägt die Anti-G8-Bewegung? Vor allem Studenten
• Auseinandersetzung mit G8 mit dem Schwerpunkt: „education is not for sale“; aber auch
• Auseinandersetzung losgelöst von den Protesten gegen Studiengebühren
• Bereits bestehende Infrastrukturen an den Unis können genutzt werden; des Weiteren
• Gründung eines G8-Uni-Netzwerks.
• Gründung von neuen studentischen Gruppen zum Beginn des neuen Semesters, die sich auch mit dem Thema G8 und der Mobilisierung zum G8-Gipfel in Deutschland auseinandersetzen; dazu
• Ein Aufruf per e-mail, „call for action“
• Grundlagen sollen mit geeigneter Literatur erarbeitet werden, diese soll auch über den Wiki verbreitet werden
• Das Thema G8 soll auf studentischen Treffen, v.a. Vernetzungstreffen dauerhaft und verstärkt thematisiert werden
• Die G8-InfoTour soll an möglichst viele Unis geholt werden, weitere Informationsveranstaltungen müssen organisiert werden, evtl. in Zusammenarbeit mit bereits bestehenden lokalen Gruppen
• Der Austausch von Materialien muss besser organisiert werden Bildungswiki als ein Vorschlag, hier kann gesammelt werden.
• Es sollen Plakate gemacht werden. Darauf der Verweis auf die Internetseiten des Wiki und des Global-Action-Days. Das Plakat soll ein freies Feld enthalten für Ankündigungen für verschiedene lokale Veranstaltungen und Informationen
• Es soll eine Broschüre erstellt werden. Die Broschüre soll möglichst allgemein geschrieben sein, sodass sie international verwendbar ist. Der Text soll erweiterbar sein für nationale Themen (z.B. CPE für Frankreich etc.)
• Die Verschickung der Materialien wird von Berlin aus organisiert.
• Ein Global Actionday soll initiiert werden
Mittel zur Mobilisierung sind also:
• Broschüre / Flyer
• G8-Infotour
• Plakate
• Bestehende Gruppen (Uni-Gruppen, Bildungsgruppen, G8-Gruppen)
• Bildungswiki
• Eigene Page für den global actionday
Ideen für den „global actionday“
• Reclaim the streets party
• Synchrone Aktionen in verschiedenen Städten
• Low-level und high-level Aktionen
Low-level: Informationen streuen (flyer etc.), Sensibilisierung für das Thema G8
High-level: Blockaden von Straßen, Autobahnen, Kreuze/Kreuzungen, Infrastrukturen, Büros (Uni-Squatting) etc.
- [Ideensammlung für Aufruf]
Arbeitsgruppen (wo noch frei ist, bitte selbstständig eintragen):
- Mobilisierungsvideo: Hamburg
- Das Einrichten einer Homepage:
- Das Schreiben eines Textes/Aufrufes:
- Übersetzen der Wiki-Texte in Englisch:
- Übersetzung des Aufrufs in verschiedene Sprachen: es - Hamburg ;
- Treffen in Bochum *******************************
In Bochum haben sich ausser mir nur Boykottler getroffen, aber niemand vom Camp. Die Idee ist ans Frankfurter Protestplenum weitergereicht worden und von denen zumindest von den auf dem Camp anwesenden für gut befunden worden. Heisst: sie werden versuchen, sich an dem Aktionstag zu beteiligen. Der Plan der SchülerInnen wird dafür immer konkreter: aus SchülerInnenkreisen verlautet es, dass es zu einer Art Streik kommen soll, der gerade in verschiedenen Bundesländern vorbereitet wird.
- Mobilisierungsvideo und Datumsprobleme *************
Nachdem keine Rückmeldung über die Datumsfrage kommt haben wir uns eine Deadline bis Oktober gesetzt. Wenn dann noch kein Global-Action-Day ausgerufen wurde wird das Mobilisierungsvideo veröffentlicht - mit dem 29. November als Datum. Das erscheint sinnig, weil sonst auch zu wenig Zeit zum Vorbereiten bleibt - nur wenn sich jetzt auf einmal Stimmen aus Griechenland o.ä. melden, die den Globalactionday schon am 17. haben wollen werden wir auf dieses Datum eingehen. Das Video an sich steht - es wäre nur schön, wenn es noch mehr Übersetzungen geben könnte. Bisher sind Übersetzungen fertig ins spanische und in Arbeit ins französische. Wer noch mehr Übersetzungen beisteuern kann, bitte her damit. Dringend gesucht wird noch jemensch, der des Griechischen mächtig ist. Die englische Version:
something is going on
can you feel it?
it´s happening worldwide
it´s powefull...
and angry...
and everywhere fucking pigs wants to stop it
don´t they look the same everywhere?
but no matter how hard the system tries...
we will win
germany
france
chile
greece
italy
we are everywhere
and will strike back
students, pupils, teachers...
from all over the world
it´s time to unite
global action day for education,
30th of november 2006
because enough is enough!
reclaim the streets
Wenn jemensch übersetzen will, einfach genau die Zeilen beibehalten, damit wir es dementsprechend einbauen können.
wir haben jetzt kontakt nach griechenland zu einer dort noch studierenden bekommen, die den text ins griechische übersetzen will.
auch sie hat scheinbar nichts von dem 17. november mitbekommen, obwohl sie, wie sie selbst schreibt, sehr aktiv bei den protesten dabei war. von daher wird jetzt, nach rücksprache von bonn und hamburg, der 30. november als datum für den global-action-day genommen. die deadline läuft übermorgen ab - wer also noch was dazu zu sagen hat möge sich bitte beeilen. die deadline ist auch nicht verschiebbar, weil sonst die zeit für die einzelnen gruppen nicht mehr ausreicht, den 30. november vorzubereiten. auch wenn bis heute keine weitere rückmeldung ausser dem protokoll kam, was ich persönlich sehr bedauer, werden wir den actionday ausrufen. zumindest gruppen aus hamburg, bonn und frankfurt haben ihr interesse bis aktive teilnahme bereits zugesichert. es wäre schön, wenn es noch einen aufruf geben würde, auch wenn das jetzt kaum noch realistisch erscheint, aber wir werden es auch ohne aufruf versuchen und einfach mal sehn, was das video auslösen wird. eure steffi streik
das video wird veröffentlicht. wer es sehen will: spanisch:
http://santiago.indymedia.org/news/2006/10/58642.php http://www.youtube.com/watch?v=fa4cllqAzVc
englisch:
http://video.google.de/videoplay?docid=-5507643432886468952 http://www.youtube.com/watch?v=6hVXVBVARLM http://www.indymedia.org.uk/en/2006/10/352944.html
französisch:
http://video.google.de/videoplay?docid=3502135895211393213 und bei youtube...
türkisch:
http://istanbul.indymedia.org/news/2006/10/151708.php
fühlt euch frei das video überall hochzuladen, wo ihr meint, dass es passen würde
Auf dem 5. NRW-Vernetzungstreffen am 22.10. in der Freien Uni Bochum wurde ein Entwurf für Spuckies gezeigt. Ausserdem wurde die Domain global-action-day.org registriert, die auf dieses Wiki zeigt.
auf dem bundesweiten treffen in berlin ist folgender aufruf entstanden:
Am 26. - 28. Oktober haben sich BildungsaktivistInnen aus Berlin, Bochum, Bremen, Darmstadt, Duisburg, Essen, Frankfurt, Gießen, Hamburg, Hannover, Hildesheim, Leipzig, Marburg, Paderborn und Wiesbaden in Berlin zum sechsten bundesweiten studentischen Protestvernetzungstreffen getroffen. Gemeinsam haben sie folgenden Aufruf verfasst:
Reclaim your brain!
Für eine studentische Beteiligung am Global Action Day for education, 30.11.2006
Überall auf der Welt werden die gesellschaftlichen Verhältnisse immer prekärer. Alles soll den Kräften des Marktes unterworfen werden. Immer größere Teilbereiche des Lebens werden so warenförmig organisiert, wie zum Beispiel Gesundheit, soziale Absicherung und Bildung.
Allerdings regt sich auch überall auf der Welt Widerstand. Seit etwa einem Jahr brechen weltweit regelrechte Revolten aus, bei denen nicht zuletzt das Recht auf Bildung eine wichtige Rolle spielt. In Frankreich haben Studierende zusammen mit anderen gesellschaftlichen Kräften ein Gesetz zur Abschaffung des Kündigungsschutzes (CPE) zu Fall gebracht. In Griechenland haben Studierende fast alle Universitäten des Landes besetzt und damit eine Privatisierung weitgehend abgewehrt. In Chile wehren sich SchülerInnen gegen ein Schulgesetz aus der Pinochet-Diktatur. In Mexiko hat die LehrerInnengewerkschaft die „öffentliche Versammlung Oaxacas“ (APPO) gegründet, welche seit geraumer Zeit die Provinzhauptstadt Oaxacas besetzt hält. In Deutschland blockieren Studierende Autobahnen, Bahnhöfe und vieles mehr, um Studiengebühren zu verhindern. All diese Auseinandersetzungen zeigen, dass die Betroffenen nicht mehr bereit sind, um staatliche Almosen zu betteln, sondern dass sie offensiv für ihre Rechte eintreten.
Für uns ist der Global Action Day am 30. November eine Gelegenheit, die globalen Zusammenhänge der einzelnen Kämpfe aufzuzeigen und gemeinsam, selbstbewusst sowie emanzipiert für Solidarität, freie Bildung und weltweite Gerechtigkeit aktiv zu sein. Deswegen rufen wir zu kreativen und entschlossenen Widerstandsformen auf: Aktionen zur Wiederaneignung öffentlicher Räume, aus denen wir zunehmend ausgeschlossen werden sollen, sind an diesem Tag für uns das Mittel der Wahl.
Wir kaufen nicht, was uns gehört! Reclaim the Streets! Macht mit beim Global Action Day am 30. November 2006!
Mehr Infos unter: http://www.global-action-day.org
leider funktioniert das uploaden der griechischen version nicht :( <- bitte mailen an info@global-action-day.org
