Bertelsmann

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Das CHE (Centrum für Hochschulentwicklung) und die Bildungspolitk

Vorstellung des CHE

Das CHE wurde 1994 als ein Kooperationsprojekt der Bertelsmann-Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz gegründet. Das CHE ist in Gütersloh angesiedelt, hat eine private Rechtsform, wird aber öffentlich wahrgenommen. Das hat einen Vorteil Unabhängigkeit d.h. frei von demokratischen Kontrollen und nur dem Konzern bzw. Kapital verpflichtet. Das CHE hat einen zehnköpfigen Beirat, an dem der Einfluss der Organisation deutlich wird. Ihm gehören ein Vertreter der Wirtschaft an, zudem zwei Länderbildungsminister (aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz), der Vorsitzende des Präsidiums der Bertelsmannstiftung sowie zwei RektorInnen bzw. PräsidentInnen von Hochschulen (TU Darmstadt, FH München). Nicht fehlen darf der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz sowie weitere Professoren.

Verbindung CHE Bertelsmann Stiftung - Bertelsmann Konzern

Die Bertelsmann AG ist global der weitest verbreitete und drittgrößte Medienkonzern der Welt. Er zählt über 80.000 MitarbeiterInnen und ist in 51 Staaten der Welt vertreten. Eingebunden in die Konzernhierarchie ist das CHE folgendermaßen: Es wurde von der Bertelsmann Stiftung gegründet und gehört somit zu einem der Themenbereiche der Stiftung. Die Bertelsmann Stiftung ist die einflussreichste Stiftung der Bundesrepublik. Sie fördert nur selbstständig entwickelte gesellschaftliche oder politische Projekte, die wiederum der Bertelsmann AG nützlich sein könnten. Sie unterstützt keine Projekte Dritter, sucht aber Kooperationen mit unterschiedlichen Personen und Institutionen mit zum teil abweichenden politischen Ausrichtungen, um sie in ihre Projekte einzubinden.

Ziele des CHE

Die "Denkfabrik", wie sich das CHE gern selber nennt, ist klar dem Kapital unterstellt, das es vertritt. Man muss sich immer vor Augen führen das der Bertelsmann Konzern, der sich in der Öffentlichkeit gern als Samariter darstellt, natürlich seine eigenen unternehmerischen Interessen verfolgt.

Damit tritt das CHE auf z.B.

  • für Hochschuleingangsprüfungen
  • für die Einführung von Studiengebühren
  • für die Einsetzung von Hochschulräten/ Beiräten/ Kuratorien mit Vertretern der Wirtschaft
  • für Studienkredite
  • für hierarchische Universitätsstrukturen
  • für ein Unternehmen Hochschule

Letzten Endes geht es dem CHE um eine gezielte Einflussnahme im Hochschulbereich. Die privaten Geldgeber wollen, dass die Hochschulen entdemokratisiert werden und ein Unternehmen Hochschule gegründet wird. Dies garantiert Einfluss auf Personal und Inhalte. Damit wird vermieden, dass Studierende zu viel Kritisches lernen und das Studiengänge einer ökonomischen Verwertbarkeit unterworfen werden können.

Es sind gewaltige Schritte, die das CHE gehen will. Studiengebühren sind nur der erste Stein in diesem riesigen Bauplan. Sie sind die Türöffner für in Richtung "Privatisierung". Uns steht eine Übermacht gegenüber, welche uns finanziell und medial überlegen aber keineswegs unschlagbar ist. Festzuhalten bleibt, dass sich die Studierenden klar werden müssen, dass Studiengebühren der Dreh und Angelpunkt für eine neoliberale Bildungspolitik sind. Den Widerstand zu organisieren und das Falsche, was zu Wahrem gemacht wurde, zu erkennen ist die Hauptaufgabe.

Robert Richter (Hauptteil), Sascha Möckel, HSG Rot Erfurt

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