AVV/SS 2007/Solidarische Ökonomie und emanzipatorische Gesellschaftsformen
Aus Bildungswiki
Solidarische Ökonomie als basisdemokratische, kollektive Form des Wirtschaftens und Arbeitens könnte eine Alternative zur Dominanz des Neoliberalismus in der Gesellschaft sein. Neben den ökonomischen und sozialen Aspekten der solidarischen Ökonomie interessiert uns v.a. das transformatorische und emanzipatorische Potential des Ansatzes, inwieweit weist er über die bestehende kapitalistische Gesellschaft hinaus, bietet gar Platz für politische Utopien und alternative Gesellschaftsformen? Können partizipative, kollektive Formen des Lebens und Arbeitens auf lokaler Ebene einen Ausgangspunkt für eine Veränderung der Gesellschaft sein? Oder kann man dem Zusammenhang von Neoliberalismus, Sozialabbau und Selbstausbeutung auch in scheinbar solidarischen Projekten nur schwer entkommen? Sind diese offen für eine Instrumentalisierung, stellen sie gar eine subtile Variante eines „Neoliberalismus von unten“ dar?
In der Veranstaltung im 2-Wochen Rhythmus wollen wir uns dem Thema aus verschiedenen Perspektiven nähern: Neben einer Vortragsreihe mit ReferentInnen aus der Praxis soll es eine Mischung aus Lesekreis für eigene Fragen und Projekte und gemeinsamen Besuchen bei selbstverwalteten Projekten sein. Außerdem ist an Filmvorführungen gedacht.
Wir sind ein studentischer Arbeitskreis, der aus einem Seminar im WS 2006/07 an der FU Berlin hervorgegangen ist und sind für eure Ideen und Anregungen offen!
Zeit und Ort: Mo, 19 Uhr in der Friedelstr. 54, alle 2 Wochen
Beginn: Mo, 7.5., 19 Uhr
Kontakt: soli-seminar AT web.de
