AVV/SS 2007/Energieseminar an der TU

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Energieseminar an der TU Berlin

Für Interessierte werden theoretische und praktische Seminare zu den Themen Energie, Umwelt und Gesellschaft angeboten Dies beinhaltet:

Selbstbestimmtes Lernen: Dies beginnt bei der Entwicklung eigener Fragestellungen und Zielsetzungen und beinhaltet auch das Projektmanagement, das Experimentieren mit Moderations-formen, verschiedene Recherchemethoden und eine eigenständige Informationsbeschaffung

Eine ganzheitliche Herangehensweise: Aufgaben werden vor ihrer Realisierung unter Berücksichtigung u.a. sozialer und ökologischer Aspekte umfassend beleuchtet.

Interdisziplinäres Arbeiten: Bereits bei der Zusammensetzung der Seminargruppen bemühen wir uns um Studierende aller Fachbereiche sowie um ihre anschließende Kooperation in Projekten.

Soziale Kompetenz: Diese kann sich z.B. in der Gruppe durch gemeinsame Arbeitswochenenden und Klausurtage entfalten

Ein spielerischer Ansatz: Er lässt Raum für Experimente und die Umsetzung eigener Ideen und wirkt sich oft motivationssteigernd aus

Am Montag, den 23.04.2007 um 16.00 Uhr werden die Projekte im "EB 104" (Raum 226) an der TU Berlin vorgestellt und die Arbeitsgruppen gebildet.

Adresse und Kontakt: KT-Gebäude, Sekr. KT 2, Zimmer Nr. 152, Marchstrasse 18, 10587 Berlin, Tel. 314-25280, E-Mail: energieseminar[AT]tu-berlin.de



Projekte für das SoSe 2007

Lehrforschungsvorhaben: Technikfolgenabschätzung im Rahmen von PolySmart Das Projekt dient der Marktevaluierung bzw. -öffnung für Kraft-Wärme-Kältekopplungsanlagen (KWKK) im kleinen und mittleren Leistungsbereich. Europaweit werden 12 Demonstrationsanlagen durch verschiedene europäische Partnerorganisationen realisiert und erforscht. Darüber hinaus werden Schulungsmaterialien für Handwerker/-innen, Ingenieur/-innen, Planer/-innen und Projektentscheidungsträger/-innen sowie ein Curriculum für die Hochschullehre entwickelt. In Berlin wird eine KWKK Anlage als Demonstrationsanlage im KT Gebäude der TU Berlin aufgebaut und erforscht. Diese soll den Computerserverraum, den Raum für den Computerpool sowie weitere studentische Lehr- und Arbeitsräume kühlen. Die Wärmeversorgung der Anlage wird über ein Fernwärmenetz erfolgen. Im Zusammenhang mit diesem Forschungsvorhaben sollen wichtige sozialwissenschaftliche Forschungsperspektiven bzw. -fragestellungen aufgezeigt und eingebracht werden.

Erste Ideen Nach einer grundsätzlichen Auseinandersetzung mit der Technologie der Kraft-Wärme-Kälte Kopplung und einer groben Konstellationsanalyse zu diesem Themenfeld bietet sich die Beschäftigung mit verschiedenen Instrumentarien und teilweise auch gegensätzlichen Positionen der Technikforschung und Technikfolgenabschätzung (TA) an. Bezüglich der kontroversen Debatte um die TA sollten auch die grundsätzlichen Fragen eines "nachhaltigkeitsorientierten Innovationsmanagement" einbezogen werden. Neben der theoretischen Aufarbeitung des Themas steht der Kontext der Forschungsanlage im Mittelpunkt der empirischen Betrachtung. Dies ermöglicht die Untersuchung der zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer der Technologie und kann beispielsweise die Befragung zur bisherigen (klimatischen) Zufriedenheit/Unzufriedenheit der Studierenden mit den bisher nicht klimatisierten Räumlichkeiten beinhalten. Darüber hinaus sollen über die Befragungen mögliche Einstellungsmuster zur KWKK Technologie seitens der zukünftigen BetreiberInnen und NutzerInnen herausgefunden werden. Letztlich soll das Ergebnis des Projekts auf Plakaten dargestellt und präsentiert werden sowie die Ergebnisse in das Lehrcurriculum und den Abschlussbericht einfließen. Studierende unterschiedlicher Studiengänge sind herzlich willkommen und können die Leistungsscheine des Energieseminars auch für ihr Studium verwenden! Die Vorstellung des Projekts erfolgt am 23. April 2007 um 16.00 Uhr im EB 104, Erweiterungsbau, Straße des 17. Juni 145, Raum 226 an der TU Berlin.


Dezentrale Energieversorgung Häufig werden Erneuerbare Energien mit dezentraler Energiegewinnung gleichgesetzt. Doch die Planungen über ein europäisches Verbundnetz sind bereits in vollem Gange. Auf diese Weise können große Offshore-Windparks mit Wasserkraftwerken in Skandinavien und Solarkraftwerken in Südeuropa verbunden werden. Projekte, die nur von großen Investoren gestemmt werden können. Die von einigen Akteuren erhoffte umfassende Energiewende würde damit ausbleiben. In diesem Projekt soll die Möglichkeit von dezentraler Energieversorgung in kleinen Regelverbünden mit integriertem Lastmanagement untersucht werden. Ist eine solche dezentrale Versorgung technisch möglich, politisch durchsetzbar und welche Auswirkungen werden sich davon erhofft? Diese Fragen sollen am Beispiel einer konkreten Region untersucht werden.

Watergy: Energie- und Wasserkreisläufe in Gebäuden Das watergy-Haus in Dahlem ist ein Niedrigenergiehaus, mit Pflanzenkläranlage, Gewächshaus, sowie Nutzung von Regenwasser und Solarenergie, bei welchem sowohl der Energie- wie auch der Wasserkreislauf optimiert wurde. Die Technik des Hauses kann durch eine permanente Online-Verbindung ins www von außerhalb gesteuert werden. Zum Beispiel gibt es einen Wasser-Kreislauf vom Wintergarten über die Solaranlage zur Raumbeheizung und über die Brauchwassernutzung zurück zum Wintergarten. In Rahmen eines Energieseminars eröffnen sich im Umgang mit diesem Haus viele interessante mögliche Beschäftigungsfelder. Wir könnten uns zum Beispiel mit dem Steuersystem beschäftigen und dieses auch optimieren. Desweiteren könnten wir die bisherigen Messdaten auswerten und untersuchen, ob die Auslegung vor dem Bau des Hauses sinnvoll war. Auch könnten wir uns mit den Pflanzen im Wintergarten beschäftigen: kann trotz der Wasserfilterfunktion Essen angebaut werden? Welche Pflanzen eignen sich überhaupt? Letzter Vorschlag: eine Auseinandersetzung mit den sozialen und ökologischen Aspekten solcher Häuser. Denn das beschriebene Ob kt ist ein Prototyp. Wird es sinnvoll sein, damit in Serienfertigung zu gehen? Was passiert, wenn viele Leute solche Häuser bauen wollen? Das sind wie gesagt alles nur Vorschläge. Wir wollen euch das Haus in den ersten Sitzungen vorstellen, um uns dann gemeinsam hinzusetzen und zu überlegen, was wir als Gruppe konkret machen wollen.

Energielehrpfad Wenn über Energiesparen gesprochen wird, so werden oft zwei Ebenen miteinander verknüpft. Häufig tritt die Ebene der Gesetzgebung und der technischen Machbarkeit in den Vordergrund. Vergessen wird dabei vielfach die Handlungsebene, auf der jede_r Einzelne Verantwortung, aber auch zusätzliche Möglichkeiten hat um erfolgreich Energie einzusparen. Unsere Idee ist es, die globalen Energiekosten an der TU zu senken und auf der anderen Seite einen Lernenden/Lehrenden Ansatz damit zu verknüpfen. Denkbar ist es, einen Energielehrpfad zu erschaffen, der sich mit dem Thema des Einergiesparens befasst. Eigene Interessen und Anregungen können selbstverständlich in das Projekt mit einfließen. So ist zum Beispiel interessant, wie ein Einsparcontracting an einer öffentlichen Einrichtung realisiert werden könnte. Möglich wäre auch eine sozialwissenschaftliche Begleitstudie über das Umweltverhalten von Akteuren an der TU. Als besonders interessant stellt sich das Projekt heraus, da es mit einer Vielzahl interdisziplinärer Fragestellungen verknüpft ist. So wollen wir sowohl Studierende aus den ingenieur- wie auch aus den sozialwissenschaftlichen Fachgebieten ermuntert an dem Projekt teilzunehmen.


Solares Kühlen

Kurze Projektbeschreibung: Die Tatsache, dass man mit Sonnenenergie kuehlen kann, ist den meisten nicht bekannt. Insbesondere ist hiermit nicht nur gemeint, einen Kuehlschrank mit Strom aus Photovoltaik-Anlagen zu betreiben. In diesem praktischen Projekt werden wir uns zunaechst mit verschiedenen technischen Moeglichkeiten, Kaelte mit Hilfe von Sonnenenergie zu gewinnen, auseinandersetzen. Mit diesen neu erlernten Kenntnissen wollen wir gemeinsam einen solaren Kuehlschrank bauen oder einen vorhandenen Kuehlschrank auf solaren Betrieb umbauen. Alle die Lust auf dieses Thema, Spass an selbstsaendigem Lernen und gegenseitigem Vermitteln von Neuerlerntem, sowie Freude und Interesse an praktischer und handwerklicher Arbeit inklusive der notwendigen Planung haben, sind herzlich eingeladen teilzunehmen. Besondere Vorkenntisse sind aber nicht notwendig.




Am Montag, den 23.04.2007 um 16.00 Uhr werden die Projekte im "EB 104" (Raum 226) an der TU Berlin vorgestellt und die Arbeitsgruppen gebildet.

Adresse und Kontakt: KT-Gebäude, Sekr. KT 2, Zimmer Nr. 152, Marchstrasse 18, 10587 Berlin, Tel. 314-25280, E-Mail: energieseminar[AT]tu-berlin.de

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